Moos im Garten natürlich entfernen statt giftiger Eisendünger

Wir zeigen Ihnen wie Sie unerwünschtes Moos ganz natürlich mit Essig und mechanischen Hilfsmitteln aus Ihrem Garten entfernen können und auf giftige Chemie-Moosentferner wie Eisendünger verzichten können. Moos findet sich im Garten an den verschiedensten Stellen. In den meisten Fällen ist dieses Moos nicht erwünscht. Wenn es beispielsweise in dem mühsam gepflegten Rasen, in den Fugen der Gehwegsteine oder zwischen den Fugen der schön gestalteten Terrasse spriesst.

Moos ohne Chemie bekämpfen

Moos ohne Chemie bekämpfen – mechanisch odr mit Essig

Viele Menschen greifen zu Chemie, wenn es darum geht, dieses Moos zu entfernen. Doch die chemischen Präparate, die das Moos entfernen sollen, sind dabei nicht ohne. Oftmals sind sie recht unverträglich für die Umwelt und können falsch angewandt, zu gesundheitlichen Problemen oder auch zu Problemen für weitere im Garten vorhandene Pflanzen führen. Warum also nicht die Chemie umgehen und zu guten, teils altbewährten Hausmitteln greifen und das Moos im Garten ohne Chemie entfernen.

So lässt sich Moos natürlich ohne Chemie bekämpfen

Mechanische Entfernung des Mooses mittels weichen Drahtbürsten

Wenn sich das Moos in den Fugen zwischen Gehwegplatten oder Pflastersteinen angesiedelt hat, kann es beispielsweise mechanisch entfernt werden. Hierzu bieten sich weiche Drahtbürsten an die die Steine oder Gehwegplatten nicht beschädigen, aber in der Lage sind das Moos von den Oberflächen zu entfernen.

Mechanische Entfernung mit dem Fugenkratzer

Ein weiteres Mittel um Moos auch ohne Chemie aus den Fugen von Gehwegplatten oder Pflastersteinen entfernen zu können sind die Fugenkratzer. Diese werden in verschiedenen Ausführungen angeboten, damit sie auch in den unterschiedlichen Fugen eingesetzt werden können. Mit den Fugenkratzern lässt sich das Moos aus tiefen und bereiteren Fugen entfernen, bevor man den Steinrändern zu Leibe rückt, um das Moos auch von diesen zu entfernen.

Scheuerbürsten und Salzwasser

Auf Flächen, die von der Sonne beschienen werden, kann man Moos mit einer gut 5 prozentigen Salzlösung begießen. Das im Wasser gelöste Salz entzieht dem Moos die Feuchtigkeit, die es zum Leben benötigt. Nach 2 – 3 Tagen Sonneneinstrahlung kann man die Moosreste mit Scheuerbürsten oder einem Schrubber entfernen.

Hochdruckreiniger

Ein Hochdruckreiniger bringt schnelle Abhilfe, wenn es darum geht, das Moos von Terrassen oder Gehwegflächen zu entfernen. Meist aber hält die Wirkung nicht lange und das Moos kehrt wieder zurück.

Essiggetränkte Tücher

Moos, das sich zwischen Pflanzen ausbreitet, kann man beispielsweise mit essiggetränkten Tüchern bekämpfen. Dazu sollten die Tücher mit Essig (nicht mit Essig-Essenz) getränkt werden. Anschliessend das Tuch soweit ausdrücken, dass der Essig nicht mehr herausläuft. Nun können diese Tücher vorsichtig über das Moos zwischen den Pflanzen platziert werden. Nach relativ kurzer Zeit sollte das Moos unter den Tüchern abgestorben sein. Übrigens kann dieses Hausmittel auch auf Betonsteinflächen angewandt werden, die nicht eingefärbt sind.

Wachstum von Moos im Vorhinein verhindern / vermeiden

Moos bildet sich im Gartenbereich zumeist auf Flächen, die nicht ausreichend von Sonne beschienen werden oder in Rasenflächen und Beeten, in denen der Boden zu nass ist. Bei Beeten empfiehlt sich beispielsweise die Möglichkeit, auf Hochbeete zurückzugreifen. Generell kann man aber auch die Flächen mit einer Drainage versehen, um das Ablaufen des Wassers zu gewährleisten. Stark mit Moos durchsetzte Rasenflächen können übrigens auch darauf hinweisen, dass diese zu kurz gemäht wurden. Gerade bei schattigen Rasenflächen sollte darauf geachtet werden, das diese nicht kürzer als 4 – 5 Zentimeter gemäht werden. Es werden auch spezielle Rasenmischungen für den Schatten angeboten. Bei diesen Mischungen hat das Moos weniger Chancen sich zu entwickeln.

Achtung: Vorsicht vor Eisendünger zur Moosbekämpfung

Moos in schattigen Rasenflächen lässt sich mit Eisendünger bekämpfen. Nach der Anwendung wird das Moos braun und lässt sich durch Vertikutieren leicht entfernen. Dies klingt verlockend, doch was viele nicht wissen ist, dass natürlich klingender „Eisendünger“ (Eisen-II-Sulfat (FeSO4) gar nicht so natürlich ist uns für Menschen und Tiere sehr giftig und gefährlich sein kann. Auf der Verpackung der Chemikalie steht z.B. „Der Kontakt mit Haut, Augen und Schleimhäuten sollte unbedingt vermieden werden“. Zudem wird Chemikalienbeständige Schutzkleidung mit Schutzhandschuhen, Schutzanzug, Schutzbrille und ein Gesichtsschutz mit Atemschutz bei Staubbildung als empfohlene Ausrüstung angegeben. Kaum ein Gartenbesitzer befolgt allerdings diese Gesundheitsvorschriften oder ist sich der Gefahr bewusst! Die ätzende Wirkung des Eisendüngers entfernt somit nicht nur das Moos aus dem eigenen Garten, sondern schädigt auch die eigene Gesundheit. Dieses Risiko sollte man besser nicht eingehen. Die meisten Moosvernichter die man im Baumarkt kaufen kann, haben leider Eisen II Sulfat als wesentilchen Bestandteil integriert.

ARD Plusminus Bericht über giftige Moosentferner

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5 Comments

  1. Mathias Lörrach 10. April 2013 at 11:03 - Reply

    Hallo,

    Sie empfehlen den Einsatz von in Essig getränkten Tüchern für eine Moosbekämpfung. Bei Essig sollte man auch sehr aufpassen, dass es nur in sehr geringen und stark verdünnter Form anwendet, da Essig ebenso wie Eisendünger umweltschädlich ist. In manchen Ländern ist es sogar gesetzlich verboten und wird mit hohen Geldstrafen bestraft. Eine Versalzung des Bodens ist bei übermässiger Anwendung die Folge und dadurch das Absterben der umliegenden Pflanzen.

    Demnach gilt es hier Vorsicht walten zu lassen und den Essig stark zu verdünnen und nur und ausschließlich auf die betroffenen Stellen anzuwenden.

    Liebe Grüße
    Mathias Lörrach

    • Simon 12. April 2013 at 16:45 - Reply

      Hallo Mathias,
      vielen Dank für deinen Hinweis!

  2. Paula 31. Mai 2013 at 20:34 - Reply

    Hallo Mathias und Simon,

    Ich moechte Auskunft ueber Taegermoos, besonders die Gemuesebauernhoefe da. Benutze diese Gemuesebauer
    Giftstoffe zum beispiel Pestizide, Insectizide, usw.?
    Wer kann mich helfen und eine bestimmten Antwort bekommen? Ich frage, weil ich eine Wohnung im Badenwurtemberg suche. Jemand hat eine Empfehlung mir ueber Konstanz gegeben, aber ich habe am Googlemaps geschaut. Ich habe bemerkt, dass es viele Bauernhoefe westlich gibt. Das Wind
    kommt westlich aus Taegermoos in der Stadt. Deshalb muss ich wissen, ob die Felder mit Giftstoffe verspritzt sind. Wenn ja, mit was, wie oft und wann.

    Vielen Dank fuer Ihre Hilfe,
    Paula
    was

    • Simon 6. Juni 2013 at 14:39 - Reply

      Hi Paula, hierzu habe ich leider keine Informationen. Wenn du was rausbekommst kannst du deine Erkenntnisse aber gerne hier als Kommentar teilen.

  3. Karl Tuwat 7. März 2014 at 01:48 - Reply

    Es gibt viele Pülverchen im Haushalt und für den Garten, die man weder essen noch einatmen sollte.
    Ein Esslöfel Kochsalz kann bereits tödlich sein, geringere Mengen, wie sie bei der Esenszubereitung verwendet werden, können gefährlichen Bluthochdruck mit tödlichen Folgen verursachen.
    Dennoch gibt es in der Gefahrstoffverordnung keinerlei R-zahlen.
    Eisen-II-sulfat ist kein Gift im Sinne der diesbezüglichen Verordnung, wie es auch Waschpulver, Kochsalz und Anderes nicht ist.
    Wer bei der Anwendung von Eisen-II-sulfat die Schutzvorschriften und Anwendungshinweise beachtet, gefährdet weder sich oder die Natur. Also Mundschutz oder Luft anhalten beim Umfüllen.
    Beachten Sie bitte mal die R-werte von Essigsäure. Die sind schlimmer als die von Eisen-II-sulfat.
    Der Haushaltessig für die Speisenzubereitung wie auch die Varianten wie Weinessig, Balsamico etc enthalten davon 5%. Entsprechend den Warnhinweisen für Essigsäure enthaltende Arbeitsstoffe wie Silcon-Fugenkitt, müßten man bei der zubereitung des Salats einen Atemschutz tragen, das Essen des salats endete wahrscheinlich tödlich.

    Also immer schön locker bleiben, mit sich selbst sorgfältig umgehen und sich nicht in#s Bockshorn jagen lassen.
    Tipp: Kaufen Sie Eisen-II-sulfat, wenn sie es bisher auch angewendet haben, in grösseren Gebinden für die nächsten Jahre.
    Die Grünen, die ohnehin keine Rasenbesitzer leiden mögen, arbeiten mit Hochdruck an einem Verbot des Mittels.

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