Was tun gegen Heuschnupfen? Therapien, Behandlungen & Vorbeugung

Heuschnupfen ist eine Erkrankung, die durch Abwehrmoleküle oder Histamine im eigenen Körper hervorgerufen wird. Man unterscheidet zwischen der saisonalen und der ganzjährigen Allergie. Während der saisonale Heuschnupfen durch Pollenflug hervorgerufen wird, entsteht die ganzjährige Erkrankung durch allergene Stoffe, die immer vorhanden sind (Hausstaub, Tierhaare, Nickel). Ohne Behandlung kann ein Heuschnupfen einen chronischen Verlauf nehmen oder er kann mit anderen Allergien einhergehen (Hauterkrankungen, Asthma). Doch was kann man gegen Heuschnupfen und seine Symptome tun?

Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, welche Therapien und Behandlungen es für Heuschnupfen gibt und was Sie zur Vorbeugung negativer Symptome einer Heuschnupfen-Erkrankung tun können.

Was kann man zur Heuschnupfen-Vorbeugung tun?

Das Wichtigste ist das Vermeiden des Allergens. Hilfreich ist ein Pollenflugkalender, um einen Aufenthalt im Freien problemlos zu steuern. Die geringsten Pollenkonzentrationen sind immer in den ganz frühen Morgenstunden und am Abend nach 19.00 Uhr. Das sind auch die besten Zeiten, um die Wohnung zu lüften. Anstrengende Gartenarbeit oder sportliche Aktivitäten sollten Sie ebenfalls nach dem Kalender ausrichten. Auch das Haarewaschen vor dem Schlafengehen hilft, die Symptome zu lindern.

Heuschnupfen Medikamente und ihre Wirkung

Arzneimittel, die Cromoglicinsäure enthalten, stärken die eigenen Mastzellen und verhindern damit eine Ausschüttung der Entzündungsstoffe. Diese Medikamente gibt es als Augentropfen, Nasensprays und Kapseln und können das ganze Jahr über verwendet werden, spätestens aber sollte man zwei bis drei Wochen vor dem Beginn des Pollenflugs mit der Anwendung beginnen. Sie sind relativ gut verträglich und eignen sich auch für Kinder.
Antihistaminika sind akut wirksam, blockieren die Ausschüttung des Histamins und unterdrücken somit die Wirkung des körpereigenen Abwehrstoffes. Gab es nach der Einnahme von Antihistaminika früher größere Beschwerden wie Müdigkeit und Konzentrationsschwäche, so werden die heutigen Medikamente durchweg sehr gut vertragen. Gelegentlich kann es aber zu trockener Mundschleimhaut, Kopfschmerzen oder Nasenbluten kommen.
Die Behandlung mit cortisonhaltigen Medikamenten wird bei schweren Erkrankungen oder mehrfachen Auslösern angewendet und ist äußerst wirksam, sollte aber nicht dauerhaft durchgeführt werden, da verschiedene Nebenwirkungen, wie z. B. Diabetes, auftreten können.

Hyposensibilisierung als Mittel gegen die Allergie und ihre Symptome

Bei dieser Methode, die einen langen Zeitraum in Anspruch nimmt, lernt der Körper, das Allergen zu akzeptieren. Das Allergen wird bei der Hyposensibilisierung in ganz geringer Menge gespritzt. Mit der Zeit bei steigender Dosierung führt diese Behandlung zu einer Unempfindlichkeit gegenüber des Fremdkörpers. Diese Immuntherapie dauert in der Regel drei Jahre oder länger.

Homöopathie, Pflanzenheilkunde und Alternative Medizin zur Heuschnupfen Therapie

Das Indische Lungenkraut, eine Pflanze, die auch im Ayurveda angewendet wird, hat sich hier sehr bewährt und wirkt lindernd auf die oberen Luftwege. Außerdem stärkt es die Selbstheilungskräfte und hat keinerlei Nebenwirkungen.

Des weiteren hilft Galphimia glauca, eine Pflanze aus Mittelamerika. Sie wirkt positiv auf die angeschwollenen Schleimhäute und den quälenden Juckreiz.

Bei der Eigenbluttherapie wird das entnommene Blut in den Gesäßmuskel gespritzt. Das soll das Bluteiweiß verändern und die eigene Abwehrkraft soll dadurch gestärkt werden. Hierüber gibt es allerdings keine Studien.

Auch Akupunktur oder Akupressur können dem Heuschnupfengeplagten helfen. Bei der Akupunktur unterscheidet man zwei Methoden, die eine setzt Nadeln, um den Energiehaushalt wieder in Ordnung zu bringen, die andere, um krankmachende Energien aus dem Körper herauszuleiten. Mit der Akupressur wird durch eine gezielte Massage ebenfalls der Energiefluss im Körper positiv beeinflusst.

Überhaupt kann die Traditionelle Chinesische Medizin bei allergischen Erkrankungen helfen, sie ist aber sehr komplex, was das Wissen darüber anbelangt, und der Patient muss sich selbst mit Ernährungslehre und Bewegungstherapien befassen.

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