Büro für Einbrechern Schützen - Massnahmen, Tipps, Hilfsmittel zum Einbruchschutz

Einbruchschutz für Büros – Was hilft gegen Einbrecher?  

In der Schweiz hat sich 2019 die Zahl der Einbruchdiebstähle im Vergleich zu 2012 fast halbiert. Dennoch, jeder den es trifft, erleidet neben dem materiellen auch einen seelischen Schaden. Es gibt aber durchaus Massnahmen, wie sich Unternehmen vor Einbrüchen in ihr Büro schützen können.

Ein 100-prozentiger Schutz kann jedoch fast nicht gewährleistet werden, selbst wenn mehrere Massnahmen miteinander gekoppelt werden. Sie erschweren es aber den Einbrechern ganz erheblich, ins Büro einzudringen, bzw. machen es dem Einbrecher unangenehmer sich im Büro aufzuhalten. Und der Zeitfaktor spielt neben Licht und Lärm eine sehr wichtige Rolle bei den potenziellen Dieben.

Wie gehen Einbrecher vor?

Einbrechern ist daran gelegen, unbemerkt und in kurzer Zeit leicht zu transportierende wertvolle Gegenstände mitzunehmen.

Um möglichst unbemerkt zu bleiben, begehen sie ihre Straftaten zu Zeiten, in denen sie das betreffende Gebäude menschenleer vermuten. Das ist bei Büros meist am späten Abend oder nachts. Vielfach spionieren sie im Vorfeld sogar aus, ob ein privater Wachdienst im Gebäude seine Runden dreht. Das ist allerdings meist nur bei grossen Betrieben mit weitläufigen Gebäuden und Anlagen der Fall.

Besonders gerne stehlen Einbrecher Bargeld. Viele schrecken nicht einmal vor der Kaffeekasse zurück. Während darüber hinaus Schmuck in Wohngebäuden eine grosse Rolle spielt, sind es in Büros eher elektronische Geräte. Sofern handliche Laptops vorhanden sind, stellen sie eine beliebte Beute dar. Das kann für den jeweiligen Betrieb besonders unangenehm werden, wenn sich darauf sensible oder auch nur für den Geschäftsbetrieb wichtige Daten darauf befinden. Darüber hinaus brechen sie Schränke auf, durchwühlen sie und nehmen mit, was ihnen lohnend erscheint.

Da die Einbrecher ihren Raubzug schnell erledigen wollen, meiden sie alles, was ihnen den Zutritt zum Gebäude erschwert. Besonders leicht machen es Bürobetreiber den Eindringlingen, wenn sich die Eingangstür oder ein Fenster von aussen einfach aufhebeln lässt. Das geht schnell und verursacht so gut wie keinen Lärm. In kurzer Zeit greifbare Wertgegenstände sind ebenfalls beliebt.

Welche Schutzmassnahmen gibt es?

Die Polizei unterscheidet generell zwischen präventiven Massnahmen und solchen, die zur späteren Täterermittlung führen. Darüber hinaus gibt es ganz einfache Vorsichtsmassnahmen.

Hier gibt es eine Liste von Tipps zum Einbruchschutz & Einbruchprävention der Polizei.

Dazu gehört etwa, keine Wertgegenstände unverschlossen oder kaum gesichert aufzubewahren. Wer Bargeld in eine einfache Geldkassette legt, hat oft sogar Schwierigkeiten mit der Versicherung. Geld und ähnliche Werte gehören in einen fest im oder am Mauerwerk verankerten Tresor.

Als präventiv sind solche Sicherungen zu betrachten, die den Zugang zum Büro deutlich erschweren, also mechanische Vorrichtungen vor allem an Fenstern und Türen und elektronische wie Alarmanlagen. Zur Täterermittlung können dagegen Kameras führen.

Ist ein Einbrecher erst mal ins Büro eingedrungen, können auch ungefährliche Methoden wie Nebel-Anlagen den Täter verwirren und in die Flucht schlagen. Wer wäre nicht erschrocken, wenn sich ein Raum plötzlich mit dichtem Nebel füllen würde? Installiert man dazu noch ein Stroboskop, wird der Täter komplett verwirrt.

Widerstandsklassen/Resistance Classes

Fachleute unterscheiden unterschiedliche Widerstandsklassen, wobei dieser Begriff inzwischen durch den der Resitance Class (RC) ersetzt wurde. Die Klassifizierung reicht von 1 bis 6. Die ersten beiden bieten Schutz vor Tätern, die sich unbefugten Zugang lediglich mit Gewalt verschaffen möchten. Weitere hemmen den Zugang für diejenigen, die einfaches Werkzeug, also solches mit Hebelwirkung, hinzuziehen. Danach folgt die Stufe, die versucht, Einbrecher abzuschrecken, die darüber hinaus noch einen Kuhfuss mitnehmen. Die Klasse 4 wendet sich gegen Täter mit Metallsäge und Schlagwerkzeug. Diese Klassen stellen alle einen recht guten manuellen Schutz dar.

Es gibt aber auch Einbrecher, die Elektrowerkzeuge mit einer Leistung von mehr als 1 000 Watt einsetzen; sie sind in den Klassen 5 und 6 berücksichtigt.

Entsprechend sind die einzelnen Objekte eingeteilt, die es zu schützen gilt. Vom einfachen Geräteschuppen bis hin zu Banken und Bijouterie-Geschäften.

Mechanische Sicherungsanlagen

Die anfälligsten Punkte eines jeden Gebäudes sind Eingangstüren und Fenster. Dabei sind auch Nebeneingänge und Kellertüren nicht zu vernachlässigen. Niemand sollte sich in Sicherheit wiegen, weil das eigene Büro in einem oberen Stockwerk liegt. Viele Einbrecher sind ausgezeichnete Kletterer, die kleine Vorsprünge, Balkone und erst recht Feuerleitern zu Hilfe nehmen.

Für die gefährdeten Zutrittsmöglichkeiten gibt es vielerlei Methoden, um sie einbruchhemmend zu machen. In jedem Fall ist es sinnvoll, einen Sicherheitsbeauftragten – auch von der Polizei – zurate zu ziehen.

Mechanische Sicherungen an Türen und Fenstern

In jedem Einzelfall ist es sinnvoll, einen Sicherheitsbeauftragten hinzuzuziehen. Generell ist es wichtig, dass alle Elemente der Tür genau aufeinander abgestimmt sind. Als einbruchhemmend gelten vor allem Einsteckschlösser mit Rundzylindern und solche mit Mehrfachverriegelung. Ausserdem ist ein Bohrschutz sinnvoll. Ein Schutzbeschlag schützt zusätzlich Zylinder und Einsteckschloss.

Für die Zargen gilt: Sie müssen mit der Mauer verbunden sein. Mehrfach darin verankerte Schliessbleche erschweren es den Einbrechern, die Tür im Schlossbereich aufzuhebeln. Häufig versuchen sie auch ein Aufhebeln im Bandbereich. Dagegen hilft eine spezielle Bandsicherung.

Selbstverständlich sind auch Nebeneingänge und, falls vorhanden, Kellertüren entsprechend zu schützen.

Für Fenster gibt es ähnliche Massnahmen. Sinnvoll sind Pilzkopfzapfen und auf den Rahmen aufgeschraubte Stangenverschlüsse. Ausserdem sollte der Griff abschliessbar und der Schlüssel abziehbar sein. Das allein reicht jedoch nach Aussage der Sicherheitsbeauftragten nicht aus.

Elektronische Schutzmassnahmen

Zu diesen einbruchhemmenden Möglichkeiten zählen Bewegungsmelder, meist mit Beleuchtung gekoppelt, Alarmanlagen oder Kameras, die jedoch im Nachhinein erst zur Ermittlung der Täter beitragen können.

Telsec Videoueberwachung Buero Aussen
Beispiel für Videoüberwachung an Firmengebäuden der Firma Telsec – Kameras bieten zwar keinen Schutz – schrecken Einbrecher aber oftmals schon im Vorhinein ab (Bild: Telsec ESS Schweiz AG).

Bewegungsmelder mit automatischem Licht sind bei frei stehenden Gebäuden in wenig beleuchteten Gegenden sehr verbreitet; sie dienen dann vielfach nur dazu, dem Ankommenden den Zugang zum Haus zu erleichtern. Einbrecher mögen zwar kein Licht, aber zur Abschreckung sollte die automatische Beleuchtung möglichst grell, vielleicht sogar flackernd ausfallen. Das bedeutet auch für die Umgebung ein deutliches Signal der Gefahr.

Diese Massnahme kann jedoch problematisch sein, wenn sich das Büro in einem Mehrfamilienhaus befindet. Sie wird auch harmlose Mitbewohner verschrecken, die ohne böse Absicht am Büro vorbeigehen. Wer einen Firmenumzug plant, sollte deshalb auch immer bedenken, wie sicher der neue Büro-Standort ist und ob es Nachbarn gibt, die einen eventuellen Einbruchsversuch bemerken könnten.

Besser ist es in diesem Fall, eine Alarmanlage zu installieren, die auf unsachgemässes Hantieren an Türen oder Fenstern reagiert. Ein schriller Pfeifton, eventuell in Verbindung mit grellem Licht, wird den Einbrecher abschrecken und in die Flucht schlagen. Wenn dann noch eine Kamera installiert ist, die den Täter aufnimmt, kann das zu seiner Ermittlung beitragen.

Kameras im Inneren sind sinnvoll, wenn sie mit einem Bewegungsmelder verbunden sind. Sie sollten zum Schutz der dortigen Mitarbeiter erst beim endgültigen Verlassen der Räume eingeschaltet sein. Wenn die Kamera darüber hinaus mit Licht oder Lärm verbunden ist, wird der Täter zumindest im Inneren des Büros keinen Schaden anrichten.

Fazit

In erster Linie gilt es den Zutritt zum Büro durch sorgfältiges abschließen und die Verwendung moderner Türen, Fenster und Schliesssysteme zu gewährleisten. Sichtbare Einbruchsmeldeanlagen an den Aussenwänden des Firmengebäudes oder beim Büro-Eingang schrecken potenzielle Diebe zusätzlich ab. Auch Videokameras wirken abschreckend. Ist ein Täter einmal eingedrungen, kann man ihn durch störende Maßnahmen wie Sound, Nebel & Licht erschrecken, um ihn von seiner Tat abzubringen und Nachbarn zu alarmieren.

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