Heilpflanze Spitzwegerich: Herkunft, Merkmale, Anwendung

Spitzwegerich ist eine wichtige Arzneipflanze. Daher wird der Spitzwegerich auch oft als Heilwegerich bezeichnet. Bereits im Mittelalter waren die heilenden Eigenschaften der Pflanze bekannt. Spitzwegerich ist eine pflegeleichte Pflanze, die wir auch in freier Natur finden.

Herkunft und Vorkommen

Spitzwegerich ist in Europa heimisch, jedoch ist er mittlerweile auf der ganzen Welt verbreitet. Wir finden ihn in freier Natur an Wegrändern, Waldlichtungen und Wiesen. Für die Pflanze ist ein nährstoffreicher Boden wichtig.

Da der Spitzwegerich immer beliebter als Arzneipflanze wird, finden wir die Pflanze immer öfter in Kräutergärten. Spitzwegerich kann problemlos im eigenen Garten gesät werden.

Merkmale des Spitzwegerich

Spitzwegerich gehört zur Familie der Wegerichgewächse. Er ist eine winterharte und relativ anspruchslose Pflanze. Der Spitzwegerich wird 10 – 60 cm hoch.

Spitzwegerich Blätter
Jedes Blatt hat 5-7 der typischen Blattrippen.

Die mittelgrünen und schmalen Blätter werden etwa 20 cm lang und 2 cm breit. Sie haben deutlich erkennbare Blattrippen. Jedes Blatt hat 5 bis 7 dieser Blattrippen.

Von Mai bis September blüht der Spitzwegerich. Er bildet lange Blütenstengel mit einer ovalen Ähre am Ende. Daran bilden sich weisse Staubfäden mit Staubbeuteln.

Spitzwegerich aussäen

Obwohl wir in der Wildnis reichlich Spitzwegerich finden, empfiehlt es sich, die Pflanze im eigenen Garten auszusähen. Spitzwegerich ist pflegeleicht und braucht nur wenig Zuwendung. Wichtig für die Pflanze ist ein sonniger Standort, ein nährstoffreicher und feuchter Boden. Da die Wurzeln sich tief in den Boden graben, muss dieser tief sein. Da Spitzwegerich als Heilpflanze verwendet wird, sollte er nur wenig gedüngt werden.

Die beste Zeit für die Aussaat ist zwischen Ende März und Mitte April.

Spitzwegerich ist eine pflegeleichte Pflanze.

Wirkung des Spitzwegerich

Spitzwegerich ist seit Jahrhunderten als Heilpflanze bekannt. Die Pflanze verfügt über verschiedene Wirkstoffe. Die heilenden Eigenschaften des Spitzwegerichs sind:

Spitzwegerich-Tee ist ein bekanntes Hausmittel gegen Husten.

Anwendungsbereiche des Spitzwegerich

Durch die verschiedenen Wirkstoffe, die in der Pflanze enthalten sind, eignet sich Spitzwegerich für viele Bereiche. Die bekanntesten sind:

  • Husten und Asthma: Die Schleimstoffe legen eine schützende Schicht über die Schleimhäute in Mund und Rachen.
  • Fieber
  • Insektenstiche, Sonnenbrand, Wundheilung: Die entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaft der Pflanze ist wohltuend für die Haut.

Spitzwegerich kann in verschiedenen Formen aufgenommen werden. Einfache Möglichkeiten sind Säfte, Tees, Suppen oder Salate. Auch Hustensaft, Salben und Tinkturen können aus der Pflanze hergestellt werden.

Hustensaft mit Spitzwegerich selbst herstellen

Fazit

Spitzwegerich ist eine vielseitige Heilpflanze mit zahlreichen Anwendungsbereichen. Ob für Husten, bei Hautverletzungen oder Sonnenbrand – die Wirkstoffe der Pflanze fördern die Heilung. Die Heilpflanze kann auf verschiedene Arten verwendet werden. Innerlich durch Tees, Hustensaft oder Suppen, äußerlich durch Salben und Tinkturen. Spitzwegerich ist zudem eine pflegeleichte Pflanze, die in der Wildnis wächst oder im eigenen Garten angepflanzt werden kann.

Wie der Spitzwegerich, hat auch die Biebernelle heilende Wirkung bei Husten.

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