16 Tipps gegen Heuschnupfen: So kommen Allergiker beschwerdefrei durch den Sommer

Für Pollenallergiker ist bereits wieder Hochsaison. Die ersten Pollen fliegen schon im Januar und Februar durch die Luft und mindestens bis September heisst es für Betroffene noch durchhalten. Geschwollene Schleimhäute und Augen, Niesen, Kratzen und Brennen im Rachen sind nur einige Symptome unter welchen Allergiker leiden. In schweren Fällen können Pollen sogar Atemnot auslösen. Wie Allergiker ihre Beschwerden in den Griff bekommen und den Sommer trotz blühender Pflanzen geniessen können, verraten wir euch hier!

Pollenkalender: Welche Pollen fliegen wann?

Pollenkalender
(Bild: pollenwarndienst.at)

Bäume, Gräser und Kräuter haben verschiedene Blütezeiten von Januar bis September. Je nachdem, worauf man allergisch ist, sind die Beschwerden über das Jahr hinweg also verschieden stark ausgeprägt. Am besten ist es, vom Hausarzt einen Allergietest durchführen zu lassen, um genau zu wissen wann man sich besonders gegen den Blütenstaub in der Luft schützen sollte oder eventuell auch besser einmal zu Hause bleibt. Der Pollenwarndienst des Allergiezentrum Schweiz gibt immer aktuell Auskunft über die Pollenbelastung in den verschiedenen Landesteilen. Es gibt sogar eine Pollen-App für das Smartphone, so kann man sich auch unterwegs laufend und unkompliziert informieren.

Grundsätzlich ist für Allergiker, die auf Pollen von Bäumen empfindlich reagieren, die Belastung im Frühling am höchsten. Zu dieser Zeit blühen Birke, Hasel, Erle und Esche. Im Sommer leiden vor allem Gräser- und Getreidepollen Allergiker. Im Herbst blühen zum Schluss noch Kräuter, wie Beifuss und Ragweed.

Was hilft gegen Heuschnupfen?

In wirklich starken Fällen von Heuschnupfen bzw. Pollenallergie helfen natürlich Medikamente. Eingesetzt werden Antihistaminika sowie Nasen- und Augentropfen. Es gibt auch einige hilfreiche Massnahmen, die zur Vorbeugung gegen Heuschnupfen unternommen werden können. Befindet man sich allerdings schon mitten in der Pollensaison, heisst es Symptome lindern und die Pollenbelastung so gering wie möglich halten. Diese Tipps helfen dabei, die Allergiezeit möglichst beschwerdefrei zu überstehen:

1. Histaminarme Ernährung

histamine

Bei Kontakt der Schleimhäute mit Blütenpollen kommt es zu einer allergischen Reaktion, auf die der Körper mit der Freisetzung von Histamin reagiert. Das wiederum führt zu Juckreiz, Niesen und in ganz starken Fällen sogar zu Atemnot. Es wird daher empfohlen möglichst auf histaminhaltige Lebensmittel zu verzichten, um den Körper nicht zusätzlich zu belasten. Dazu gehören zum Beispiel Rotwein, lang gereifte Lebensmittel, wie Hartkäse, Speck und Salami, Balsamico Essig und Milchschokolade (besser wäre dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil).

2. Pollenschutzgitter

pollenschutzgitter

Ein Pollenschutz an den Fenstern sorgt zumindest für pollenfreie Luft in der Wohnung. Lüften ist damit kein Problem mehr, was vor allem in heissen Sommernächten eine enorme Erleichterung darstellt. Die Gitter können einfach mit Klebeband im Fensterrahmen befestigt und nach der Pollensaison problemlos wieder entfernt werden.

3. Pollenfilter für das Auto

pollenfilter für auto

Auch für das Auto gibt es Pollenfilter, die vor allem für Vielfahrer und Menschen, die häufig weite Strecken im Auto zurücklegen müssen, empfehlenswert sind. Je nach Marke und Modell werden passende Filter angeboten. Das Einbauen des Filters ist auch für Laien kein Problem und mithilfe der mitgelieferten Anleitung in wenigen Minuten erledigt.

4. Abends Haare waschen und duschen

duschen

Am besten verschiebt man zumindest für die Heuschnupfen-Zeit die morgendliche Dusche auf den Abend, denn durch das Haarewaschen und Duschen werden auf der Haut und den Haaren haftende Pollen entfernt, was ruhigere Nächte verspricht.

5. Wäsche nicht im Freien trocknen

wäsche trocknen

In der Pollenflug-Zeit sollten Allergiker ihre Wäsche besser nicht im Freien trocknen lassen, damit sich herumfliegender Blütenstaub nicht darauf ablegen kann. Ansonsten trägt man die Pollen den ganzen Tag auf der Kleidung mit sich herum oder schläft in pollenbelasteter Bettwäsche.

6. Kleidung nicht im Schlafzimmer wechseln

kleidung

Kleidung, die tagsüber getragen wurde, sollte besser nicht im Schlafzimmer gewechselt werden, da ansonsten der mitgebrachte Pollenstaub hier aufgewirbelt und verteilt wird, was zu schlaflosen Nächten führen kann. Am besten tauscht man die getragene Kleidung nach dem nach Hause Kommen gegen frische, unbelastete Kleidung aus, um die Pollen nicht in der Wohnung zu verteilen.

7. Nicht rauchen

zigarette

So schwer das für Raucher auch sein mag, wer auf Pollen allergisch reagiert, sollte in dieser Zeit lieber auf das Rauchen verzichten. Durch das Nikotin werden die Schleimhäute zusätzlich belastet, was die Allergiesymptome verstärken kann. Auch Gäste bittet man besser das Rauchen nach draussen zu verlagern.

8. Luftreiniger gegen Pollen

levoit luftreiniger gegen pollen

Wer auch zu Hause unter der Pollenbelastung leidet, kann sich mit einem Luftreiniger für Allergiker behelfen. Inzwischen sind die Geräte bereits relativ kostengünstig zu bekommen und vor allem für Menschen mit starken Allergiesymptomen eine echte Erleichterung. Hochwertige Geräte sind so leise, dass sie auch bedenkenlos nachts im Schlafzimmer verwendet werden können.

9. Regelmässig Saugen und Wischen

nass wischen

Durch regelmässiges Staubsaugen und nass Wischen in den Wohnräumen wird Blütenstaub, der sich auf den Böden abgelagert hat, entfernt. So wird ein wiederholtes Aufwirbeln und damit das Einatmen der Pollen verhindert.

10. Lüften zur richtigen Tageszeit

frische luft

Je nach Wohnort ist die Pollenbelastung in der Luft unterschiedlich stark. Wer auf dem Land wohnt, lüftet besser abends, da hier die Pollenkonzentration morgens am höchsten ist. In der Stadt ist es genau umgekehrt, daher sollte man hier besser morgens lüften.

11. Regentage nutzen

regen

Für alle Aktivitäten im Freien, wie Sport oder Gartenarbeit, nutzen Allergiker am besten Regentage. Da der Regen die Pollen aus der Luft wäscht, ist die Zeit kurz nach dem Regen ideal für alle, die unter Pollen leiden.

12. Pollenwarndienste beachten

allergiezentrum schweiz

 

Sollte ein längerer Aufenthalt im Freien geplant sein, empfiehlt es sich einen Blick in die aktuellen Meldungen des Pollenwarndienstes zu werfen. Er informiert laufend über die Stärke der Pollenbelastung in den verschiedenen Regionen, welche Pflanzen gerade blühen und vieles mehr. Hier geht’s zum Pollenwarndienst des Allergiezentrum Schweiz.

13. Nasenspülung mit Kochsalzlösung

nasendusche

Mithilfe von Nasenspülungen mit Kochsalzlösung werden die Nasenschleimhaut desinfiziert und eingeatmete Pollen herausgespült. Die Kochsalzlösung kann entweder als gebrauchsfertiger Spray in der Apotheke gekauft oder ganz einfach selbst hergestellt werden. Dazu lässt man 500 ml Wasser für zwei Minuten kochen und gibt anschliessend 5 Gramm Salz hinzu. Dann so lange rühren bis sich das Salz vollständig aufgelöst hat und abkühlen lassen. Mithilfe einer Nasendusche kann die Nase jetzt mit der Kochsalzlösung gespült werden.

14. Pfefferminzöl

pfefferminze

Sollte die Nase durch den Heuschnupfen schon richtig in Mitleidenschaft gezogen worden sein, hilft Pfefferminzöl dabei die Nase etwas zu entspannen und frei zu bekommen, um wieder richtig durchatmen zu können. Einfach ein paar Tropfen in Wasser verdünnt in eine Duftlampe geben und ein paar Minuten entspannt einatmen.

15. Gurgeln mit Salbeitee

salbeitee

Allergiker, bei welchen die Pollen vor allem die Mund- und Rachenschleimhäute angreifen, können sich mit Salbeitee etwas Linderung verschaffen. Bei Bedarf mit lauwarmem Salbeitee – besser hochwertigen frischen Salbeitee aus der Apotheke verwenden als Beutel aus dem Supermarkt – gurgeln.

16. Sauna

sauna

Bei Pollen-Allergikern sorgt das Histamin dafür, dass sich die Gefässe erweitern. Durch Saunabesuche wird die Durchblutung der Schleimhäute verbessert, die Gefässe werden elastisch gehalten und die Abwehrbereitschaft des Organismus gegen eindringende Pollen verbessert.

 

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